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Sprechstunde mit Dr. Sandra Weber - Alles über deine Darmgesundheit!

Sandra Weber ist promovierte Zahnärztin und entdeckte aber schon bald privat ihre Leidenschaft für das Thema Darmgesundheit, aufgrund eigener Beschwerden.
Auf ihrem Weg entdeckte Sandra die Bedeutung des Darmes im Zusammenhang mit dem ganzen Körper und hat glücklicherweise den spannenden Weg begonnen, sich dem Thema auch beruflich mehr zu widmen.

 

Heute ist sie eine der führenden Darmgesundheits Influencerinnen auf Instagram und hilft über 50.000 Followern auf ihrem Weg zur Darmgesundheit.

Wir haben DEINE Fragen gesammelt und sind heute gemeinsam in unserer Sprechstunde mit Dr. Sandra Weber.

Viel Spaß!

Deine Fragen an Dr. Sandra Weber


Kann Stress Verdauungsprobleme hervorrufen?


Dr. Sandra Weber:
Ja, definitiv. Stress ist sogar einer der Faktoren, der am häufigsten übersehen wird, wenn es darum geht, Darmbeschwerden wirklich langfristig los zu werden. Stress ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt auf der Reise zu einem gesunden Darm. 
Stress wirkt sich über ganz viele verschiedene Mechanismen auf unseren Körper und insbesondere auf unsere Verdauungsorgane und den Darm aus.  
Wenn du zum Beispiel mal an eine Situation denkst, in der du akuten Stress hast. Zum Beispiel vor einer Prüfung oder einem Bewerbungsgespräch oder Ähnlichem kommt es oft dazu, dass man Durchfall entwickelt. Das geschieht bei akutem Stress. 


Bei lang anhaltendem oder chronischem Stress ist es in der Regel so, dass die Verdauung langsamer und träger wird und man zu Verstopfung neigt. Das hat den Hintergrund, dass Cortisol - ein Stresshormon, welches ausgeschüttet wird, wenn wir sehr lange unter einem Stressfaktor leiden - die Verdauung verlangsamt, um Energie zu sparen.
Denn die Verdauung ist sehr anstrengend für den Körper und in Stresssituationen macht es für den Körper keinen Sinn, Energie für die Verdauung aufzuwenden. 
Der Körper möchte sich schnellstmöglich aus dieser Gefahrensituation wieder herausbringen. Denn das ist es, was Stress im Grunde für uns Menschen bedeutet.  


Deswegen sorgt dass Stresshormon Cortisol dafür, dass die Verdauung langsamer wird und dadurch Energie gespart wird. Das Problem dabei ist, dass eine langsame Verdauung -also Verstopfung - letztendlich wieder ein Ungleichgewicht der Darmbakterien fördern kann. Das bedeutet, dass sich im Darm mehr Fäulnisbakterien breit machen können, wenn der Stuhl zu lange im Verdauungstrakt bleibt. 
Das ist ein Mechanismus, wie sich Stress - insbesondere anhaltender, chronischer Stress - langfristig negativ auf die Darmgesundheit und die Darmflora auswirken kann.


 Das beliebte E-Book von Dr. Sandra Weber

 

Wunderorgan Darm

 

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  • Warum Kalorien nicht gleich Kalorien sind und was das mit Darmbakterien zu tun hat. 
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  • Warum das Gehirn leidet, wenn es dem Darm nicht gut geht – und umgekehrt.
  • uvm.


Wie kann ich herausfinden, in welchem Gesundheitsstadium sich mein Darm befindet?


Dr. Sandra Weber: 

Das kannst du natürlich selbstverständlich erst einmal machen, in dem du deine eigene Verdauung unter die Lupe nimmst. 
Das heißt: "Klappt das alles reibungslos? Habe ich regelmäßig Stuhlgang? Habe ich Verstopfung oder Durchfall? Leide ich unter Blähungen?" Das sind natürlich die klassischen Verdauungspunkte, die du für dich einmal beantworten kannst. 

 

Aber, und das ist ganz wichtig, nicht nur Verdauungsprobleme weisen auf ein Problem im Darm hin, sondern auch andere körperliche oder psychische Probleme.
Zum Beispiel sind hier Hauterkrankungen zu nennen. Du kannst für dich prüfen "Leide ich unter Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte?" oder "leide ich unter einem geschwächten Immunsystem? Leide ich unter Autoimmunerkrankungen?" Denn auch das ist ein ganz wichtiger Punkt, bei dem man immer an den Darm denken muss. 

"Wie sieht es mit meiner Psyche aus? Bin ich top fit, energetisch und in einer Balance der verschiedenen Stimmungen? Neige ich zu Depressionen? Bin ich sehr müde und leide viel unter Kopfschmerzen?" 
All diese Fragen kannst du für dich beantworten und das können dann Hinweise darauf sein, dass tatsächlich auch ein Problem im Darm vorliegt.

Sprechstunde bei Dr. Sandra Weber

Welche Zusammenhänge bestehen zwischen einer Histaminunverträglichkeit und dem Darm?


Dr. Sandra Weber:
Oft ist es so, dass man nach einer Antibiotikabehandlung oder nach einer stressreichen Phase plötzlich fest stellt, dass man kein Histamin mehr verträgt. 
Was dabei passiert ist, dass der Körper nicht mehr in der Lage ist Histamin - eine Substanz, die wir sowohl in Lebensmitteln finden aber die auch in unserem eigenen Körper produziert wird - aufzuspalten und weiter zu verarbeiten. Dadurch kommt es zu einer sogenannten Flut oder einem Anstauen von Histamin.

 

Das führt wiederum zu körperlichen Problemen wie einer laufenden Nase, Herzrasen, Hautjucken oder diversen anderen Reaktionen. Histaminintoleranz kann sich durch ganz viele verschiedene Symptome zeigen.

Der Darm spielt dabei die zentrale Rolle, denn das Enzym Diaminooxydase, welches Histamin abbauen kann, wird in der Darmschleimhaut produziert. 

Enzyme kannst du dir vorstellen, wie  kleine Scheren, die etwas klein "schnipseln". 

 

Wenn die Darmschleimhaut ein Problem hat, dann kann sie unter Umständen dieses Enzym nicht mehr gut produzieren. Das bedeutet, dass dieses Enzym zwar noch produziert wird, aber nicht mehr gut funktioniert oder die Darmschleimhaut produziert zu wenig von dem Enzym und man leidet unter einem Diaminooxydase Mangel, was dann zur Histaminintoleranz führt.

Sprechstunde bei Dr. Sandra Weber

Noch Fragen?


Wir möchten von uns, aber auch im Namen der Community, ein ganz großes Dankeschön an Dr. Sandra Weber sagen, dass sie sich so viel Zeit genommen hat und ihre Expertise über die Darmgesundheit mit uns teilt. Ein so wichtiges Thema, findest du nicht auch?

 

War deine Frage schon dabei oder möchtest selber noch eine ganz persönliche Frage stellen? Gar kein Problem.

Schick uns deine Fragen an Dr. Sandra Weber oder schreibe sie uns in die Kommentare und wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Sprechstunde.

Wir freuen uns auf deinen netten und hilfreichen Kommentar!

Kommentar schreiben

Kommentare: 7
  • #1

    Sieglinda Gerst (Freitag, 13 Januar 2023 19:40)

    und was macht man, wenn eine histaminunverträglichkeit besteht?

  • #2

    Verena (Freitag, 13 Januar 2023 19:50)

    Gibt es einen Zusammenhang zwischen Darmschleimhaut und Mundschleimhaut bzw. Zahnfleischproblemen?

  • #3

    Marion Reß (Samstag, 14 Januar 2023 00:27)

    Wie lange dauert es, bis sich wieder eine gesunde Darmflora aufbaut?
    Was kann ich machen, wenn ich in den Urlaub fliege? Wie kann ich mich dann mit fermentierten Gemüse versorgen? Gibt es Produkte, die ich für den Urlaub als Ersatz zu mir nehmen kann?
    Lieben Dank für die Antworten.

  • #4

    Manuela (Montag, 16 Januar 2023 07:58)

    Ich habe auch ständig Probleme mit meinem Darm. Bauchschmerzen im unteren Bauch, ständig Verstopfung durch Obstipation, dadurch hohe Gewichtszunahme.
    Kein Arzt findet etwas.
    Obwohl ich mich gesund ernähre und auch durch Maria und Marco fermentiere.
    Trinke tägl. zw. 2-4 Liter Wasser am Tag.
    Ich würde mich riesig freuen wenn ich nach so vielen Jahren endlich einen normalen Stuhlgang und keine Bauchschmerzen mehr habe.

  • #5

    Christina (Montag, 16 Januar 2023 11:19)

    Wie bewertet Frau Weber Wasserkefir (ca. 1 Glas am Tag) und selbst fermentierten Joghurt aus Frischmilch?

  • #6

    Maria (Mittwoch, 18 Januar 2023 18:44)

    Und chronischen Durchfall ? (Reizdarm) Ich habe schon alles probiert ! Und kein Gastroenterologe weißt noch kennt eine Lösung...

  • #7

    Mareike (Mittwoch, 18 Januar 2023 21:56)

    Ärzte wissen oft nicht weiter. Ernährungmedizin haben noch nicht sehr viele studiert.
    Ich finde als medizinischer Laie die Sendungen der "Ernährungsdocs" sehr hilfreich, auch bei Problemen wie Reizdarm und Verstopfung kann eine Umstellung der Ernährung hilfreich sein, ich empfehle, ihre Sendungen zu schauen, es kommen ab sofort neue Folgen, und man kann in der Mediathek schauen.

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