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6 Praxistipps für Fermentationseinsteiger

Fermentation galt lange Zeit als verstaubt, uncool und langweilig, aber wir haben uns auf die Fahne geschrieben, dieses Bild radikal zu ändern. Viele Jahre haben wir uns gar keine Gedanken über Gesundheit und Ernährung gemacht und dann erkannt, dass irgendetwas nicht richtig läuft. Wir waren ständig krank, fühlten uns schlapp und waren geplagt von Verdauungsproblemen.

 

In dieser Zeit sind wir vor einigen Jahren das erste Mal auf milchsaure Lebensmittel gestoßen und nach den ersten eigenen Fermentationsversuchen war unsere Leidenschaft entfacht. Seitdem sind wir uns sicher: Fermentation ist kein vorübergehender Trend, sondern eine nachhaltige und wertvolle Ergänzung für deine Ernährung – ganz egal, wie sie sonst aussehen mag.

Warum fermentieren?


Fermente sind nicht nur besonders lecker und lange haltbar, sondern vor allem unglaublich gesund! Einfache Lebensmittel wie rohes Gemüse werden durch den Gärprozess zu wahren Gesundheitsbomben voller Probiotika, Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme. Fermentation erschafft eine Umgebung, in der ausschließlich die guten Bakterien überleben und sich gegen krankmachende Keime und Erreger durchsetzen können. Außerdem verändern und verdichten sich die Aromen der reinen Lebensmittel und lassen ganz neue Geschmackserlebnisse entstehen.

 

Und das Beste ist: Du kannst deine Fermente ganz leicht selbst in deiner eigenen Küche herstellen! Ganz simpel, ohne viel Schnickschnack und Zubehör. Das wichtigste, was es für die Milchsäuregärung braucht, ist eine sauerstoffarme Umgebung, genügend Milchsäurebakterien und ein wenig Geduld. Denn Fermentation ist ein gänzlich natürlicher Prozess, in dem Kohlenhydrate wie zum Beispiel Zucker durch Bakterien verstoffwechselt und in Milchsäure umgewandelt werden – und dafür brauchst Du gar nichts tun!

  

Damit auch du selbst loslegen kannst haben wir extra für dich unsere 6 besten Tipps aus vielen Jahren Fermentations-Erfahrung zusammen gestellt.

Fermentieren lernen Praxistipps

6 Praxistipps, wie du zum Fermentations-Star wirst


1. Das brauchst du für dein fermentiertes Gemüse 

 

Wie bereits gesagt: Gar nicht so viel! Vor allem für deine ersten eigenen Versuche kommst du vermutlich mit den Utensilien aus, die du sowieso schon zuhause hast.

 

Eigentlich brauchst du nur ein Gärgefäß (z.B. ein Weckglas), das ordentlich verschließbar ist, gutes Salz, etwas zum Beschweren und natürlich dein Lieblingsgemüse.

 

Wenn du es nicht selbst anbaust, solltest du Gemüse aus kontrolliert biologischem Anbau nutzen, denn darauf leben die meisten der erwünschten Milchsäurebakterien.

 

 

2. So kannst du ohne viel Aufwand dein Ferment herstellen 

 

Auch hier gilt: Du kannst es absolut simpel halten!

 

Bereite zunächst das Gemüse nach deinen Wünschen vor – hast du zum Beispiel Lust auf Karottensticks, ganze Gurken oder geraspelte Rote Beete? Grob geschnittenes Gemüse füllst du direkt in dein Gärgefäß und beschwerst es. Nun stellst du eine Salzlake aus idealerweise Quellwasser oder gefiltertem Wasser und Salz her, mit der du das Gemüse bedeckst.

 

Klein geschnittenes oder geraspeltes Gemüse vermengst du zunächst mit dem Salz und lässt es kurz ziehen, woraus eine eigene Salzlake entsteht. Das Gemüse und die gewonnene Flüssigkeit gibst du in ein Gefäß und drückst es fest auf den Boden, so dass die Luft entweichen kann.

 

Nun verschließt du das Gefäß gut, so dass kein Sauerstoff mehr eintreten kann und lässt das Gemüse erstmal für gut eine Woche bei Zimmertemperatur stehen, ohne das Gefäß zu öffnen. Danach kannst du dein Gemüse probieren und so lange weiter fermentieren lassen, bis es dir richtig gut schmeckt.

 

 

3. Nutze die "Wilde Fermentation" für dich

 

Das, was wir oben beschrieben haben, nennt man Wilde Fermentation: Du nutzt lediglich Salz und eine sauerstoffarme Umgebung, um die Gärung von selbst und ganz natürlich entstehen zu lassen.

 

Häufig wirst du jedoch auch davon hören, dass sogenannte Starterkulturen wie Molke, Joghurt oder Lake von bereits fertigen Fermenten eingesetzt werden. Durch diese Kulturen wird der Gärprozess beschleunigt, weshalb sie vor allem von großen und industriellen Herstellern genutzt werden.

 

Allerdings wird dadurch die wichtigste Phase, in der Nährstoffe, Aromen und Enzyme gebildet werden, übersprungen. So ist das Ferment am Ende viel weniger wirksam und auch der einzigartige Geschmack leidet stark darunter.

 

Wilde Fermentation benötigt also ein wenig mehr Geduld, ist aber der wesentlich nachhaltigere und natürlichere Ansatz – es lohnt sich!

Fermentieren lernen Praxistipps

 

4. So lange dauert es, bis dein Ferment fertig ist 

 

Wie lange dein Ferment braucht, bis es fertig ist, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, wie etwa dem Gemüse, der Jahreszeit, der Temperatur und deinem individuellen Geschmack. Denn wenn man es genau betrachtet, gibt es bei Fermenten gar keinen „fertigen“ Zustand – es ist fertig, sobald es dir schmeckt.

 

Sobald du das Gemüse mit der Salzlake in das Gefäß gegeben hast, fängt es an zu fermentieren und gärt munter weiter, so lange du es bei Raumtemperatur stehen lässt. Die erste Woche solltest du jedes Gemüse dabei in Ruhe lassen und den Deckel nicht öffnen.

 

Manche Sorten wie zum Beispiel Chinakohl schmecken nach 1-2 Wochen schon ausgezeichnet, während andere wie zum Beispiel Sauerkraut mindestens 8 Wochen brauchen.

 

 

5. Art und Menge des Salzes machen den Unterschied 

 

Auch wenn es verlockend ist, für die Lake das normale Haushalts-Speisesalz zu nutzen, solltest du unbedingt auf die Qualität achten und ein gutes Salz nutzen.

 

Denn egal, ob Jodsalz oder einfaches Speisesalz: Sie enthalten in den meisten Fällen Zusätze wie Jod, Fluorid, Folsäure oder andere E-Stoffe, die erstens nicht gesund sind und zweitens dein Ferment “schlecht machen” können. Am besten benutzt du feines, natürliches Meersalz in guter Qualität.

 

 

6. So lagerst du deine Fermente

 

Wie du bereits weißt, gären deine Fermente munter weiter, so lange du sie bei Zimmertemperatur stehen hast. Für die Lagerung während des Gärprozesses gilt also: In der ersten Woche solltest du dein Ferment bei Zimmertemperatur lagern, danach etwas kühler, aber so, dass es noch weiter fermentieren kann.

 

Sobald dir das Gemüse schmeckt und es somit fertig ist, empfehlen wir dir, es im Kühlschrank zu lagern. Dort ist es zwar nicht länger haltbar (ein Ferment kann sowieso nicht „schlecht“ im eigentlichen Sinne werden), aber es gärt nicht weiter und verändert somit Geschmack und Konsistenz nur noch minimal.

Fazit - Fermentieren lernen leicht gemacht!


Mit unseren Tipps bist du nun gut ausgerüstet, um deine ersten eigenen Fermentationsversuche zu starten. Du möchtest so richtig loslegen und noch weitere Unterstützung bekommen? Dann haben wir genau das Richtige für dich: Unseren kostenlosen Email Kurs „5 Fermente in 5 Tagen“, der dich in kürzester Zeit in den Fermentations-Modus bringt. Wir schicken dir 5 Tage lang jeden Tag ein neues köstliches Rezept und geben dir Schritt-für-Schritt Anleitungen, um dein Gemüse erfolgreich milchsauer einzulegen. Worauf wartest du noch? Wir freuen uns auf dich!

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Wir freuen uns auf deinen netten und hilfreichen Kommentar!

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Kommentare: 2
  • #1

    Treidler, Jolanda (Mittwoch, 04 März 2020 12:08)

    Was passiert mit den großen Mengen Salz beim Fermentieren? Ich versuche seit Jahren, mich salzarm zu ernähren.
    Geht es auch mit weniger Salz?

  • #2

    Julia (Montag, 06 April 2020 15:43)

    Total super, was ihr hier anbietet. Ich habe gerade das Buch 'Darm mit Charme' gelesen und wollte gleich mit dem fermentieren loslegen. Danke euch kann ich das! �
    Ich mache das auch weil meine Tochter wohl einige Unverträglichkeiten hat. Ich versuche daher seit einiger Zeit herauszubekommen ob und wie meine Muttermilch die Bakterienbesiedlung bei meiner Tochter beeinflusst. Also zum Beispiel : Wenn ich fermentiere Nahrung zu mir nehme, hat das dann auch einen positiven Effekt auf die Darmbesiedlung meiner Tochter? Vielleicht könnt ihr mir dahingehend noch weiterhelfen oder eine Lektüre empfehlen.
    Vielen Dank für eure Arbeit. �

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