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Unser Weihnachtsferment für das große Fest

Gefühlt haben wir uns gerade erst vom Sommer verabschiedet und schon ist es wieder so weit. Die Weihnachtszeit steht schon wieder vor der Tür.

 

Auch wenn das große Fest noch einen Monat entfernt ist möchten wir gemeinsam mit dir heute unser Weihnachtsferment einlegen, da dein Gemüse natürlich auch noch ein paar Wochen für die Fermentation benötigt.

 

So hast du noch genügend Zeit, in aller Ruhe deinen leckeren, weihnachtlichen Kohl vorzubereiten und zu fermentieren. Genau richtig für die Weihnachtszeit. Einfach schnell und lecker.

Das Sauerkraut für Weihnachten.


Du brauchst

  • Sauer macht glücklich Fermentierset
  • Sauer macht glücklich Glasbeschwerung
  • 1/2 Rotkohl
  • 1/2 Weißkohl
  • Wacholderbeeren
  • Nelken
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise Muskatnuss
  • Steinsalz (1,5 - 2 %)
  • 500ml Wasser
Unser Weihnachtsferment für das große Fest

Zubereitung


Zu Beginn legst du ein großes Kohlblatt zur Seite, dieses wirst du später noch brauchen. 

Entferne welke oder braune Stellen von deinem Kohl und schneide ihn mit einer Reibe in feine Streifen.

 

Wiege deinen Kohl nun ab und gib 2% des Gewichtes in Salz dazu. 

Jetzt ist es Zeit, deine Gewürze hinzuzugeben. Knete das Ganze gut durch, sodass der Zellsaft deines Gemüses austritt. 

 

Jetzt kannst du dein Gemüse schon in dein Gärgefäß geben. Wichtig ist hier, dass du die Wacholderbeeren zu erst in das Glas gibst, damit der Kohl darüber verhindert, dass deine Beeren an die Oberfläche schwimmen können.

 

Stampfe deine Kohlschichten immer wieder zwischendurch fest, um Luftbläschen in deinem Gemüse zu verdrängen und es zu verdichten. 

 

Jetzt kannst du dein großes Kohlblatt über dein Gemüse geben, damit keine kleinen Stückchen mehr an die Oberfläche gelangen können.

Unser Weihnachtsferment für das große Fest

Unser Weihnachtsferment für das große Fest

Beschwere dein Gemüse nun mit deiner Glasbeschwerung und fülle dein Glas bis zur Schulter mit deiner Salzlake auf, falls du noch nicht genügend Flüssigkeit hast, die dein Gemüse bedeckt. 

 

Säubere deinen oberen Glasrand und verschließe dein Glas fest mit deinem Pickle Pipe. 

 

Dein Gemüse sollte nun ca. 1 Woche verschlossen bei Zimmertemperatur stehen bleiben und nicht geöffnet werden. 
Danach kannst du es bei 16-18 Grad für ca. 4 Wochen etwas kühler stellen und auch gerne schon eine kleine Geschmacksprobe nehmen. 


Wenn dir dein Ferment gefällt?

Super! Wechsle deinen Pickle Pipe nun gegen deinen Metalldeckel und lagere dein Ferment weiterhin kühl. Wenn du es angebrochen hast, ab in den Kühlschrank damit. 

 

Wenn dir dein Ferment noch nicht gefällt: Auch kein Problem! Lass es einfach weiter an deinem kühlen Ort lagern, bis es dir gefällt. 
Wir wünschen dir einen guten Appetit! 


Wir sind deine Weihnachtswichtel


...und beantworten deine Fragen, die du uns zugeschickt hast. 

1. Warum muss ich vorher ein großes Blatt zur Seite nehmen?

Wenn du dir ein großes Kohlblatt zur Seite legst, kannst du es so am Ende der Zubereitung deines Gemüses über dein Gemüse legen und beschweren. So bleibt dein Gemüse während der Fermentation nämlich dort, wo es sein soll: Und zwar bedeckt von Flüssigkeit.

Wenn dein Kohlblatt groß genug ist, wird so verhindert, dass keine kleinen Stückchen mehr an die Oberfläche schwimmen und eventuell beginnen zu schimmeln. 

 

2. Wozu entferne ich die braunen Stellen vom Kohl, sie sind ja nicht schlecht?

Die braunen Stellen beginnen meistens dort, wo das Gemüse angeschnitten oder angestoßen oder kurzum, beschädigt wurde.
Hier beginnt, auch wenn wir es mit dem Auge noch nicht als solchen wahrhaben wollen, ein Fäulnisprozess. Die Bakterien befinden sich aber trotzdem schon in der Stelle. Und diese wollen wir natürlich auf keinen Fall in unserem Ferment haben.

 

3. Warum verwendet ihr Steinsalz?

Wir legen großen Wert auf Steinsalz, da wir bei der Fermentation so natürlich wie möglich vorgehen möchten. 
Wir verzichten so ganz auf Rieselhilfen, Fluoride, Jod, etc. 
So steigt auch dein Fermentationserfolg, denn unsere Erfahrung hat gezeigt: Je mehr Zusätze im Salz, desto öfter auch die Fehlgärungen.

 

4. Wieso legt ihr das Gemüse schon einen Monat vor Weihnachten ein?

Gut Ding will Weile haben. 
Ein ganz simples Sauerkraut braucht Zeit, um dieses auch zu werden. Frischer Kohl ist in seinem Urzustand nun einmal sehr knackig und fest.

Hier braucht die Fermentation einfach ihre 4 Wochen, um aus unserem leckeren Kohl ein wunderbar schmackhaftes Sauerkraut zu zaubern.
Auch geschmacklich profitierst du davon, dein Sauerkraut ganz in Ruhe fermentieren zu lassen. So entfalten sich mit der Zeit all die wunderbaren Aromen, die ein selbst gemachtes Sauerkraut erst mit sich bringt.

 

5. Muss ich Nelken verwenden?

Natürlich nicht. Wenn dir Nelken nicht schmecken, kannst du natürlich einfach die weihnachtlichen Gewürze deiner Wahl verwenden. Sei hier kreativ und lass deiner Fantasie einfach freien Lauf.

 

6. Mein Sauerkraut hat manchmal weiße Ablagerungen, was ist das?

Wenn dein Sauerkraut schon eine Weile vor sich hin fermentiert und sich weiße Ablagerungen zeigen kann das eine ganz natürliche Kahmhefe sein. Nicht immer ist der weiße Belag direkt auch Schimmel. 

Wenn du mehr zu Kahmhefe wissen möchtest, haben wir einen ausführlichen Blogartikel zu dem Thema für dich verfasst.

Einfach draufklicken und los lesen:
Kahmhefe: Warum du keine Angst vor dem weißen Belag auf deinem Ferment haben musst

 

Unser Weihnachtsferment für das große Fest

7. Wie serviert ihr Sauerkraut zu Weihnachten?

Am besten einfach frisch! 
Wir mögen es gerne gepaart zu unserem besonderen Weihnachtsmenü. Es gibt natürlich auch bei uns warme Speisen zu Weihnachten und da ist ein kaltes Weihnachtsferment doch genau das Richtige zwischen all den anderen Leckereien. Doch natürlich erhitzen wir keines unserer Fermente, da hier dann die wertvollen Mikroben verloren gehen würden. 

 

8. Wie verbringt ihr die Weihnachtstage?

An Weihnachten ist eines bei uns besonders wichtig: Die Familie.

Wir genießen eine stressfreie und ruhige Zeit. Gerade jetzt mit unseren beiden Kleinen ist es uns wichtig achtsam durch die Feiertage zu gehen und bewusst die Familienzeit zu genießen. 
Abgesehen von Familie treffen wir uns auch gerne mit Freunden und gestalten die Feiertage ganz so, wie es sich in diesem Jahr richtig für uns anfühlt. 

 

9. Achtet ihr an Weihnachten auch auf eine gesunde Ernährung oder ist Weihnachten für euch ein “Cheat Day”?

Nein, Weihnachten ist für uns kein Cheat Day.

Da wir uns das ganze Jahr über gesund ernähren ist es auch an Weihnachten für uns nicht "nötig", und wenn wir ganz ehrlich sind, auch nicht erwünscht einen Tag einzulegen, an dem wir uns nicht gesund ernähren möchten.
Eine gesunde und frische Ernährung bedeutet für uns Spaß und Freiheit.

Wir nehmen sie nicht als Zwang wahr und brauchen dementsprechend auch keinen Cheat Day. 

 

10. Ich liebe meinen Rotkohl gemeinsam mit Apfel. Kann ich auch Äpfel mit fermentieren? Wie wirkt sich Obst auf die Fermentation aus?

Natürlich kannst du auch Äpfel gemeinsam mit deinem Kohl fermentieren, jedoch wollen wir hier ganz ehrlich mit dir sein, um dich nicht zu enttäuschen.
Deinen Apfel mit zu fermentieren wird dir geschmacklich nicht das große fermentierte Feuerwerk bereiten, welches du sehr wahrscheinlich von dem klassisch gekochten Rotkohl erwartest. 

Der Zucker des Apfels wird mit der Fermentation umgewandelt und der klassische Apfelgeschmack wird mit aller Wahrscheinlichkeit sehr gering im Endprodukt sein.

 

Hier ist unser Tipp: 
Wenn du deinen fermentierten Rotkohl warm zubereiten möchtest, erhitze ihn (nicht weiter als 40°C) und reibe deinen Apfel ganz frisch hinein. So behältst du alle Vitamine und allem voran auch den Geschmack.

Unser Weihnachtsferment für das große Fest

11. Muss ich Wasser dazu füllen, wenn mein Glas nicht voll ist?

Wenn dein Glas nicht genügend gefüllt und dein Gemüse nicht mit ausreichend Lake bedeckt ist, steigt die Chance einer Fehlgärung durch Schimmelbildung. 
Fülle dein Glas am Besten noch bis zur Schulter mit Salzlake und kontrolliere, dass dein Gärgut auch wirklich gut mit Salzlake bedeckt ist.

 

12. Mein Kraut, welches ich sonst einlege, saugt über ein paar Wochen die Flüssigkeit auf. Soll ich Flüssigkeit nachgießen?

Nein, das brauchst du nicht.

Das Kraut hat sich über die Zeit der Fermentation hinweg, wie du schon richtig sagst, wieder mit der ausgetretenen Salzlake vollgesogen. Deine Salzlake ist also nicht weg, sondern einfach wieder zurück im Kraut und hat ihn ganz nebenbei auch konserviert. 

Gerade in den kritischen ersten zwei Wochen solltest du dein Glas also auf keinen Fall öffnen, um Salzlake nachzugießen.

So würde nur wieder frischer Sauerstoff ins Glas gelangen, und die Schimmelgefahr steigen. 

Wir wissen selbst, es ist schwer dein frisch angesetztes Ferment in Ruhe gären zu lassen, aber vertraue uns und halte dein Glas geschlossen.

 

13. Ab wann kann ich denn schon einmal naschen?  

Kommen wir zu der letzten und wichtigsten Frage. ;) 

Wenn dein Kraut die kritischen ersten zwei Wochen gut überstanden hat, kannst du schon einmal probieren. Nimm hierzu eine saubere Gabel, nimm etwas Kraut aus dem Glas und verschließe es dann wieder gut. 
Wichtig ist, nicht direkt mit der Gabel aus dem Glas zu essen, da so wieder fremde Bakterien in dein Glas gelangen können.

Dein Kraut braucht ca. 4 Wochen, bis es das perfekte Sauerkraut sein wird.

 

Deine Frage war nicht dabei? Macht nichts!

Schreibe uns deine Frage in die Kommentare und wir freuen uns, dir auf deinem Fermentationsweg zu helfen.

Wir wünschen dir viel Freude mit deinem Weihnachtsferment.


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Wir freuen uns auf deinen netten und hilfreichen Kommentar!

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Kommentare: 3
  • #1

    Helga (Samstag, 26 November 2022 20:03)

    Ganz lieben Dank�
    Ich werde es einfach noch mal probieren …. Hatte zwei mal hintereinander Schimmel…. Allerdings war es ein Rezept von Dr. Switzer rote Beete mit Braunhirsesprossen….
    Leider konnte ich bis jetzt noch nicht das Buch runterladen… vielleicht zu wenig Speicher �….. mein Mann wird es morgen noch mal versuchen….
    Ihr macht es echt toll..♥️
    Liebe Grüße Helga Marie �‍♀️

  • #2

    Jacqueline (Montag, 28 November 2022 04:28)

    Hatte schon einige erfolgreiche Fermente hergestellt aber dieses Jahr beim Wirsing ist alles nach 3 Tage wie Champagner aus dem Glass gesprudelt. Hattes es dann nicht angerürt ist aber oben alles trocken und wurde braun. Was hätte ich machen können? Danke für eur Entusiasmus

  • #3

    Sauer macht glücklich (Montag, 28 November 2022 13:19)

    Liebe Jacqueline,

    das es sprudelt ist doch ein gutes Zeichen - dein Ferment lebt und ist aktiv.

    Wenn die Lake dann weg ist, kann es sein, dass es oxidiert und braun wird. Sieht optisch nicht super aus, geschmacklich sollte es aber noch gut schmecken. Hast du es mal probiert?

    Liebe Grüße
    Maria & Marco

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