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Ein Bio-Siegel auf unseren Fermenten? Nein danke!

biozertifiziert

 

„Warum seid ihr eigentlich nicht biozertifiziert?“ Diese Frage wurde uns von Kunden schon einige Male gestellt und wir finden, es ist an der Zeit, öffentlich eine Antwort darauf zu geben. Die ist ganz einfach und simpel, im ersten Moment aber vielleicht etwas irritierend: Wir sind nicht biozertifiziert, weil wir diese Siegel für absoluten Schwachsinn halten. Und das hat verschiedene Gründe.

 

Warum müssen nur gesunde Lebensmittel zertifiziert sein?


Hast du dir zum Beispiel schon mal darüber Gedanken gemacht, dass industrielle Produkte auch nicht entsprechend ausgewiesen werden müssen? Es ist in unseren Augen völlig schizophren, dass teilweise gefährliche und für die Gesundheit schädliche Produkte kein Zertifizierungsprogramm durchlaufen müssen, während gesunde, natürliche Produkte wie Obst und Gemüse dazu verpflichtet sind, um sich mit einem tollen Siegel schmücken zu dürfen.

 

Und Biosiegel ist ja nicht gleich Biosiegel. Mehr als zehn gängige Siegel finden sich im herkömmlichen Supermarkt - jedes davon natürlich mit eigenen Standards und Anforderungen. Die meisten Konsumenten sind dadurch völlig verwirrt und das nutzt der Handel für sich. Hohe Preisaufschläge werden akzeptiert, teilweise vor allem für das gute Gefühl, das man mit kauft, wenn Bioware im Einkaufskorb liegt.

 

biozertifiziert

Wie gut ist Bio eigentlich wirklich?


Denn ob Bioprodukte tatsächlich besser sind als konventionelle ist fraglich. Stiftung Warentest stellte in ihren Tests im Dezember 2015 fest, dass die Qualität von Bio-Ware mit der herkömmlicher Ware gleichauf liegt und auch Geruch, Geschmack und Aussehen nur minimal besser sind. Und wer glaubt, dass „bio“ gleichbedeutend ist mit „frei von Zusatzstoffen“, „gesünder“ und „besser für die Umwelt“, irrt gewaltig.

 

Der Standard des weit verbreiteten Bio-Siegels der EU, eine grüne Fläche mit einem Blatt aus 12 Sternen, ist nicht unbedingt hoch angesetzt. So sind Zusatzstoffe, unter anderem Kupfer und Nitritpökelsalz, sowie gentechnisch verändertes Material in kleinen Mengen erlaubt und in Ausnahmefällen wird sogar bei Antibiotika ein Auge zugedrückt. Auch dürfen Kälbern weiterhin qualvoll die Hörner entfernt und die Schwänze von Ferkeln kupiert werden.

 

Wir sprechen hier von ‘Produkten’, also stark verarbeitete Nahrungsmittel bzw. “hergestelltes” Essen. Denn wir glauben fest daran, dass natürliche Lebensmittel, wie unverarbeitetes Obst und Gemüse vom Biobauern mehr Nährstoffe und weniger Schadstoffe aufweisen, als die konventionelle Option.

 

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Fragwürdige Kontrollen der Bio-Standards


Das Bild von weiten Gemüsefeldern und Obstplantagen im Sonnenlicht ist in der Regel nicht mehr als eine romantische Vorstellung. Denn auch Bio kann aus industrieller Herstellung kommen und selbst wenn es auf freien Feldern wächst - nicht selten wird auf dem direkt angrenzenden Feld fleißig gespritzt und Pestizide verteilt. Ob diese über den Boden und die Luft mit dem Bio-Gemüse in Kontakt kommen? Wahrscheinlich - überprüft wird das bei vielen Siegeln allerdings nicht.

 

Sowieso ist das mit der Überprüfung so eine Sache. Es gibt von der EU zugelassene Kontrollbetriebe - aber die Produzenten können sich häufig aussuchen, mit welchem sie zusammenarbeiten. Das lässt Spielraum...

 

Und dann ist da ja noch die Sache mit dem Transport. Das meiste Gemüse im Supermarkt hat eine lange und weite Reise hinter sich. Klimafreundlich ist das nicht. Im Gegenteil. Und dass die Bio-Mango, die wir das ganze Jahr über im Handel finden, unter hohem Energieaufwand im Treibhaus angebaut wurde, ist vielen Konsumenten, die es ja eigentlich gut meinen und sich und der Umwelt mit den Bio-Produkten etwas Gutes tun wollen, oft auch nicht bewusst.

 

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Geldmacherei, von der wir einfach nichts halten


Kurz gesagt sehen wir die Bio-Zertifizierung vor allem als eines: Reine Geldabschneiderei. Der Zertifizierungsprozess ist teuer und auch für die mehr oder weniger regelmäßigen Kontrollen muss man zahlen. Das würde Auswirkungen auf unsere Produktpreise haben, da wir diese Kosten natürlich irgendwie umlegen müssten.

 

Daher setzen wir uns unseren eigenen persönlichen Anspruch, den wir zu 100% einhalten: Wir verwenden für unsere Fermente nur hochwertiges Gemüse von regionalen Biolieferanten, das weder lange Transportwege hinter sich noch fragwürdige Qualität hat und auch nicht in unnötigen Mengen Plastik eingepackt ist. Referenzen zu jedem unserer Lieferanten findest du auf unserer Lieferantenseite.

 

Dass wir als Produzenten eine Bio-Zertifizierung ablehnen heißt nicht, dass wir den Bio-Standard verteufeln - ganz im Gegenteil. Wir legen nur einfach keinen Wert auf ein teures Siegel für eine Qualität, die eigentlich ‘normal’ sein sollte und und unser Mindestanspruch ist.

 

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kahmhefe schimmel


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Kommentare: 2
  • #1

    Jasmin Fuhrig (Donnerstag, 25 Oktober 2018 20:59)

    sehe ich auch alles so, es wäre schön, wenn Ihr kein Meersalz, sondern Stein-oder Himalyasalz verwenden würdet, aufgrund der stark belasteten Meere: Mikroplastik, Schwermetalle, etc...

    Viele liebe Grüße

  • #2

    Heike Benz (Donnerstag, 25 Oktober 2018 23:13)

    Hallo Ihr Lieben.
    Ich bin da ganz Eurer Meinung und stehe Zertifizierungen auch sehr kritisch gegenüber. Man muss viel Aufwand betreiben und wird teilweise von Leuten bewertet, die von der Materie keine Ahnung haben (ging mir so beim Versuch, mich als Yogalehrerin zertifizieren zu lassen). Auch im Klinikum habe ich schon, erlebt, dass Patienten weggeschickt wurden, weil man wegen einer wichtigen Zertifizierung keine Zeit hatte! Für mich sieht das nach Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aus, die keinem "Verbraucher" wirklich nützlich sind. Viel Energie und Kosten könnten in wichtigere Arbeit investiert werden...
    Bleibt Ihr Euch treu, dann schätzen auch die Kunden Euren Wert.
    Weiterhin viel Freude und Erfolg, bei Eurem Herzblutprojekt!
    Namasté Heike

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