Fermentation in Medizin und Wissenschaft

(Lesezeit ca. 2 Minuten)

 

Fermentation gibt es seit Tausenden von Jahren, aber vor langer Zeit wurde es wahrscheinlich nur als ein magisches Ereignis angesehen, das passierte, wenn Nahrung gesalzen oder in eine sauerstofffreie Umgebung versetzt wurde.

 

Die Fermentation ist jedoch eine Wissenschaft mit wundersamen und faszinierenden Erklärungen. Viele Nahrungsmittel können fermentiert werden. In erster Linie war die Gemüsegärung eine Methode, die Ernten im Sommer für den langen Winter "frisch" zu halten. 

 

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Es ist besonders einfach, Gemüse zu Hause zu fermentieren. Es ist auch eine sehr nahrhafte und köstliche Konservierungsmethode, um weniger Produkte zu verschwenden.

Fermentiertes Gemüse ist nicht nur mit Probiotika, sondern auch mit essentiellen Vitaminen, Nährstoffen, Mineralien und Präbiotika gefüllt, die für Gesundheit und Wohlbefinden notwendig sind.

 

Verdauungs- und Darmstörungen sind die Wurzel vieler Krankheiten und Beschwerden. Ein Ungleichgewicht von nützlichen Bakterien kann den empfindlichen Darm stören, der die körpereigene „Verteidigungslinie“ gegen aufgenommene Krankheitserreger darstellt.

 

Probiotische Mikroorganismen wirken sich positiv auf die natürliche Darmflora aus und hemmen Krankheitserreger. Bestimmte Probiotika-Stämme tragen zum mikrobiologischen Gleichgewicht des Magen- und Darmtraktes bei. So z. B. stärken sie das Immunsystem und verringern Entzündungen im Darm. Bei einer Probiotika-Therapie werden Durchfall, Gastroenteritis, Reizdarmsyndrom, entzündliche Darmerkrankungen und Krebs behandelt. Und genau diese Stämme, geeignete Dosierungen und Fermentationsprofile werden heute intensiv untersucht.

 

Wenn die richtigen Bakterienstämme fehlen bzw. die Darmflora gestört ist, kann die Wiedereinführung von nützlichen Bakterien eine Möglichkeit sein, um die Verdauung zu verbessern und die Darmflora neu aufzubauen.

 

Der Darm hat die Chance, dass sich gesunde nützliche Darmbakterien (wieder) ansiedeln und somit das Darmmileu aufzuwerten und die Nährstoffaufnahme zu verbessern. Auf diese Weise kann die Darmtätigkeit und damit die Verdauung gefördert und so das gesamte Immunsystem angeregt und gestärkt werden.

 

Den guten Mikroorganismen, die Speiseröhre, Magen und Darm durchwandern, wird ermöglicht sich niederzulassen und ihre Wirkungen zu entfalten, wo Unterstützung benötigt wird. 

Quellen

  • Milchsauer eingelegt, Claudia Lorenz-Ladener (Ökobuch; 1. Auflage 2014)
  • So einfach ist Fermentieren, Sandor Ellix Katz (Kopp Verlag; 1. Auflage 2014)
  • www.wildefermente.de
  • www.zentrum-der-gesundheit.de

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